1998 – …………/ Damals, heute und Zukunft
1998
Ab Januar haben die Chnulleri kein freies Wochenende mehr, Auftritt um Auftritt folgt bis zur Fasnacht. Die Ursache liegt wohl beim neuen musikalischen Sound. Durch den einmaligen Zuwachs von 14 Aktiven bekamen neue und alte Stücke mehr Volumen. Ein völlig neues Gefühl in der 62-jährigen Vereinsgeschichte. An der Generalversammlung im Mai 1998 wird ein neuer grosser Schritt für die Zukunft gemacht. - Fusion mit den Dalbaneesen. Diese werden mit all ihren Rechten im Status der Aktiv, Frei oder gar Ehrenmitgliedschaft mit Anzahl der Aktivenjahre übernommen. Der Name Dalbaneesen wird beim Fasnachtscomite hinterlegt. Aus der Fusion geht nur ein Name hervor - Orginal Chnulleri 1936 - Anzahl maximale Aktive wird neu in den Statuten auf 45 festgelegt. Der letzte Dalbaneesen Obmann Guy Brandenburger verbleibt im Vorstand, in der Funktion als Musikchef.
1999
Nach dem die „Heirat“ mit den Dalbaneesen standesamtlich an der Generalversammlung 1998 vollzogen war, wurde das ganze noch am Fasnachtsdienstag 1999 offiziell mit Pfarrer und Trauzeugen auf dem Seibi gefeiert. Als Trauzeuge agierte die Schotte-Clique auf der Bühne vor der Barfüsserkirche, was das Publikum sowie alle IG Guggen in Staunen versetzte.
Im August 1999 treten die Orginal Chnulleri der Basler Guggen-Gemeinschaft (BGG) bei. Diese hat den Zweck behinderten Menschen zu helfen mit Aktionen wie dem alljährlichen Sternmarsch. An der Schlussitzung der BGG, am 16.November, erklären sich die Orginal Chnulleri bereit den Sternmarsch 2000 durchzuführen.
Die Fasnacht 2000
steht im Zeichen der Jugend, die Integration neuer Jungmitglieder beginnt. Nicht nur in personeller auch in musikalischer Form, dass so genannte hineinhornen diverser Instrumente ist nicht mehr gefragt oder Tabu. Die Chnulleri stehen mittendrin im Generationenwechsel, dank jungdenkender Altmitglieder verläuft dieser Prozess relativ sehr gut. Vize-Obmann Ralph Samhofer organisierte den Sternmarsch vom 19.Oktober der BGG zu Gunsten der Cystisch Fibrose geschädigten Menschen in der Nordwestschweiz unter der Schirmherrschaft von Regierungratspräsident Ralph Lewin. Bei der Checkübergabe durfte Obmann Gert Strobel der Stiftung einen Check von rund 16000 Fr. überreichen.
2001
steht im Zeichen von 50 Jahre Gugge IG. Angefangen mit dem Guggerli dem umgekehrten Drummeli wo wir unseren Drummeliauftritt vom 60 jährigen Geburtstag wiederholten. Erstmals gehen die Chnulleri am 3. Bummelsonntag auf den Bummel. Grund; der GUGGE IG Bummel-Apero auf dem Picassoplatz und anschliessend der gemeinsame Marsch die Freie-Srasse hinunter als Bummelabschluss. Als Höhepunkt feierte man ein Oktoberfest in der MUBA. Im OK agierten nicht weniger als 2 Chnulleri Vorstandsmitglieder, Urs Adler und Ralph Samhofer die einen wesentlichen Teil zum gelingen dieses Festes beitrugen. Am 18.Oktober waren die Orginal Chnulleri wieder für den guten Zweck unterwegs mit der BGG. In diesem Jahr organisierte die Guggemuusig Räpplischpalter den Sternmarsch der wiederum der Elternvereinigung „Kinder mit Speisröhrenmissbildung“ zugute kam.
2002
Das Jahr begann mit einem kleinen Höhepunkt wurden wir doch vom Währinger Wirtschaftsverein an die Fasnacht nach Wien eingeladen. Die Fasnacht in Wien kann nicht von Tradition sprechen ist sie doch eine Mischung aus Karneval am Rhein und Wiener Opernball.
Die Basler Fasnacht in diesem Jahr begann für die Chnulleri mit einem seit drei Jahren eingeführten neuen Brauchtum. Mittagessen im St. Albanstübli anschliessend gemütlicher Spaziergang ins Kleinbasel zur Stäggeübergoob (Fasnachtsbeginn der Chnulleri). Der Rest der Fasnacht verlief fast normal bis Mittwochabend 20.00 Uhr, Petrus öffnete seine Schleusen und das mit einer ganz beträchtlichen Wassermenge. Dies führte zu einem gemütlichen Fasnachtsabschluss bis morgens um Vier in diversen Basler Restaurants.
17. Juni 2002 Spatenstich an der Clarastrasse 32 zum ersten Orginal Chnulleri Keller nach 66 Jahren Chnulleri-Geschichte. In Rekordzeit von vier Monaten wurde aus einem verkommenen Kellergewölbe ein gastlicher sehenswerter Guggenkeller. Am 25. Oktober fand das Handwerkerfest (interne Eröffnung) aller am Bau Beteiligten statt. Offizielle Eröffnung war am Kleinbasler Kellerabstieg am 2. November 2002. Proben, Sitzungen und interne Anlässe werden von nun an im eigenen Vereinslokal abgehalten.
2003
Vogel Gryff eine Kleinbasler Tradition die wir alle kennen und ab diesem Jahr einen festen Termin im Chnulleri-Kalender besitzt. Der Grund liegt daran, dass wir unseren Keller versuchsweise an diesem Kleinbasler Feiertag geöffnet hatten und ein sehr gutes gesellschaftliches und wirtschaftliches Ergebnis erzielten. Hier wiederum ist es dem Umstand zu verdanken dass unser Keller an der so genannten Kleinbasler Eventmeile (Fasnacht, Kellerabstieg etc.) liegt und die Gastlichkeit des Kellers einen grossen Anklang findet.
2004
Erfolg oder Misserfolg? Tradition oder Neuausrichtung? Jedenfalls beschäftigten wir uns mit diesen zwei Fragen bis zum Herbst des Jahres. Angefangen mit dem Mimösli wo wir drei Wochen lang auftraten und die Orginal Chnulleri mit grossem Erfolg in aller Munde waren. Dies lag wohl an den drei neuen Musikstücken, Jericho, Lady in Black und Gmietlich, die wir spielten. Wir durften auch eine wunderbare Fasnacht erleben, obwohl Petrus am Mittwoch, Wettertechnisch, etwas dagegen hatte. Doch nach der Fasnacht wurden stimmen laut, dass wir Orginal Chnulleri zu wenig machen in jedem Sinne, es wurde sämtliches in Frage gestellt. Tradition oder komplette Neuausrichtung? Wir mussten uns entscheiden und mit Konsequenzen in jedem Falle rechnen. Wir entschieden uns für Tradition, was zur Folge hatte, dass uns 10 Aktivmitglieder verliessen um sich Neu zu orientieren. Ob der Entscheid des Vereins richtig war wird wohl die Zukunft weisen.
Wir Orginal Chnulleri haben auf Tradition gesetzt, weil wir der Meinung sind, es gibt zu viele fremde Einflüsse an der Fasnacht die mit der alten Basler Fasnachtskultur nicht im Einklang stehen.
Zu diesem Jahr der Ausrichtung kam schmerzlich hinzu, dass unser Kassier, Jean Claude Rais, aus gesundheitlichem Grund sein Amt niederlegen musste. Ein schwerer Schlag für uns alle, da die Orginal Chnulleri Jean Claude sehr viel zu verdanken haben.
2005
Ganze 25 Orginal Chnulleri fahren nach Schwäbisch Gmünd, um die Vorfasnacht in vollen Zügen zu geniessen. Der Einklang fand seine Heimkehr, dafür sprach wohl, dass wir im Ratsstübel fünf volle Stunden verbrachten (23.30 bis 04.30) mit musikalischen und verstechnischen Höhepunkten. Wir versprühten soviel Humor und Fröhlichkeit, dass sogar (wie zu besten Beatles Zeiten) die weiblichen Fans auf die Bühne, am Sonntagmorgen, stürmten und einzelne Accessoires der Aktiven vom Leibe rissen. Die Fasnacht wurde so erlebt wie Schwäbisch Gmünd aufgehört hatte, dies lässt uns auf eine positive Weiterentwicklung der Tradition hoffen.
2006
Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte, nach 10 Jahren Präsidentschaft und 15 Jahren Vorstandszugehörigkeit, legt der erst vierte Präsident in der langen Chnulleri Geschichte das Amt nieder. An der Generalversammlung tritt Christian Aegerter seine Nachfolge an, bei der Amtsübernahme würdigte er die Verdienste seines Vorgängers Gert Strobel. Gleichzeitig legte sein Amts-Schatten Vice-Präsi Ralph Samhofer das Amt nach 10 Jahren nieder, um es ruhiger zu nehmen. Ob es die beiden ruhig in Zukunft angehen können oder werden…das wissen die Götter oder d’Frau Fasnacht. Das Amt des Vize übernimmt Guy Brandenburger ein langjährig wertvolles Mitglied der Chnulleri.
2007
Der neue Vorstand lenkt den Verein in gleichem Stile weiter ohne grössere Übergangszeit. Doch eines ist Neu, der Vorstand meldet sich für einen Kochkurs an…...warum? Um die Tradition vom Passivenabend, der Vorstand kocht für die Passivmitglieder, weiter leben zu lassen. Der neue Vorstand bringt es auch fertig eine Generalversammlung innerhalb dreier Stunden zu beenden, dass liegt wohl am viel jüngeren Durchschnittsalter des Vorstandes (47½ auf 45 gesunken). Der neue Vorstand ist stets bestrebt, die jahrelange Chnulleri Tradition zu pflegen. Die Fasnacht verläuft in gewohntem Stile, fast, dass heisst der obligate Zischtigs-Muure-Gag auf dem Seibi wird wieder einmal zum Höhepunkt, treten wir doch mit Narrenkappen und Halblärvli auf. Um der Guggemuusig Baggemugge zum 60ten ein singendes Geburtstagsständeli zu bringen, diese rechneten mit allem nur nicht mit einer Gesangseinlage.
2008
Mittlerweile wird es immer schwieriger für den Dienstagabend, auf dem Seibi, ein Gag einzustudieren. So lies man alle Auftritte, Mimösli, Drummeli etc., Revue passieren und fand am Drummeli 96 gefallen. Was dort passte, passt auch auf dem Seibi. Nun wir waren uns einig es wird heikel mit E-Gitarre und vollem Rock-Sound am Guggezyschtig, die Stimmung und der Applaus gab uns recht. Stimmen dagegen waren auch da und zwar gut begründete die wir wohl akzeptieren müssen, jedoch unsere Aussage; wir machen Fasnacht und es war eine einmalige Sache wurde sogar in Cliquen Kreisen für gut befunden, eben Larven und Kostüme passieren auf Basler Tradition. Am 16. Hornig im Keller beendeten wir eine der schönsten Fasnachten mit drei Tagen Sonnenschein und fantastischem Wetter. Das neue Zeitalter der Technik mit Multimedia ist auch nicht an den Chnulleri vorbeigegangen, darum entschied man sich auch im Internet Bereich mit der Zeit zu gehen und die Homepage der Zeit anzupassen. |